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Genesis 1,1

1. Bibeltext

Buch: Genesis | Kapitel:Vers: 1,1

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. (Einheitsübersetzung)

2. Kernaussage

Der allererste Satz der Bibel sagt schon das Wichtigste: Es gibt einen Gott, und er ist der Ursprung von allem, was existiert. Nichts war vor ihm da — nicht mal die Materie, aus der er hätte "bauen" können. Alles beginnt bei ihm.

3. Wortanalyse

Das Wort "schuf" (hebr. בָּרָא, bara): Interessant daran: Dieses Verb wird im ganzen Alten Testament ausschließlich für Gott benutzt — nie für einen Menschen, der etwas herstellt oder baut.

Es gibt im Hebräischen also ein eigenes Wort nur dafür, was Gott tut, wenn er etwas ins Dasein ruft.

Das unterstreicht: Hier passiert etwas, das kein Mensch kann.

4. Katholisch vs. Protestantisch

Kein wesentlicher Unterschied. Beide Seiten lesen den Vers als creatio ex nihilo — Schöpfung aus dem Nichts.

(Anmerkung: der Beleg dafür, 2 Makk 7,28, steht in den deuterokanonischen Büchern, die in protestantischen Bibeln fehlen — die Lehre selbst wird aber trotzdem von beiden geteilt.)

5. Was bedeutet das für mich?

Kirchenvater-Impuls: Augustinus stellt sich in seinen Confessiones (Buch XI) die Frage, was eigentlich "vor" der Schöpfung war.

Seine Antwort:

Die Frage ergibt so keinen Sinn, weil mit der Schöpfung nicht nur Materie, sondern auch die Zeit selbst beginnt. Gott steht nicht irgendwo am Anfang einer Zeitlinie — er ist der Grund, aus dem Anfang und Zeit überhaupt erst hervorgehen.

Eigene Reflexion:


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Kapitel: Genesis

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